- winterhart
- insektenfreundlich
- köstliche Früchte, sehr aromatisch
- mehrjährig
- sehr ertragreich
Wuchs
| Als Kübelpflanze geeignet |
|
| Wuchs |
aufrecht, dicht, kletternd, schlingend, sehr schnellwüchsig |
| Wuchsbreite |
600 – 1000 cm |
| Wuchsgeschwindigkeit |
80 – 130 cm/Jahr |
| Wuchshöhe |
600 – 1000 cm |
Blüte
| Blüte |
unscheinbar |
| Blütenfarbe |
gelbgrün |
| Blütezeit |
Juni – August |
Frucht
| Erntezeit |
August – September |
| Frucht |
klein- bis mittelgroß, rundlich bis oval, kernlos |
| Fruchtfleisch |
fest |
| Fruchtschmuck |
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| Genussreife |
August – September |
Blatt
| Blatt |
herzförmig, tief gebuchtet, gezähnt, bis 15 cm groß |
| Herbstfärbung |
nein |
| Laub |
laubabwerfend |
| Laubfarbe |
grün |
Sonstige
| Besonderheiten |
ertragsreiche Sommerreife, schnellwüchsiger Sichtschutz, winterhart |
| Boden |
frisch bis feucht, durchlässig, humos, nährstoffreich, gern sandig-lehmig |
| Nahrung für Insekten |
|
| Standort |
Sonne |
| Verwendung |
Einzelstellung, Rabatte, Beete, Gruppen, Gruppengehölz, Obst- und Naschgarten, Wand- und Gerüstbegrünung, Sichtschutz, Kübel |
| Wurzelsystem |
Tiefwurzler |
Der Weintraube ‚Himrod‘ gelingt ein sommerlicher Spagat zwischen schnellem Wachstum, hohem Fruchtertrag und dekorativer Blätterpracht, der sowohl funktionale als auch genussvolle Aspekte des Gartens miteinander verbindet. Bereits im ersten Vegetationsmonat legt die kletternde Rebe in rasantem Tempo los und entfaltet aufrechte, kräftige Triebe, die mit schlingender Eleganz an bereitgestellten Rankhilfen emporklettern. Sie erreicht innerhalb weniger Jahre eine Höhe und Breite von bis zu zehn Metern und bildet dabei eine dichte, füllige Laubmasse aus. Die Blätter präsentieren sich mit einem Maß bis zu 15 cm sehr großflächig, sind rundherum gezähnt und in ihrer Formgebung tief gebuchtet sowie verspielt-herzförmig. Ihre satte dunkelgrüne Färbung bleibt bis zum Herbst erhalten. Dann legt sich ein feuriger Schleier in orangeroten Nuancen über das Laub, das spätestens mit dem ersten Frost abfällt. Mit der ausgeprägten Herbstfärbung bringt (bot.) Vitis vinifera ‚Himrod‘ eine zusätzliche ästhetische Komponente in die Außengestaltung, die über den Fruchtaspekt hinaus für saisonale Abwechslung sorgt. Der Austrieb mündet pünktlich zu Beginn des Hochsommers in eine unscheinbare, jedoch ökologisch wertvolle Blüte. Ab Juni sitzen kleine Einzelblüten rispenartig eng beieinander und verströmen einen fruchtig-süßen Duft, der bei Bienen und anderen Bestäubern Anziehungskraft entfaltet. Aus ihnen reifen dann die Weintrauben heran, die etwa ab Mitte/Ende August bereits ihren Reifegenuss erlangen. Zu diesem Zeitpunkt hängen die gelbgrün leuchtenden Trauben dicht gepackt zwischen dem Laub und verleihen der Pflanze einen üppigen Fruchtschmuck. Die oval-rundlichen Trauben bleiben kernlos und überzeugen durch ihre knackige Konsistenz sowie ein harmonisch süß-säuerliches Aroma, das nahe an den Geschmack von reifen Himbeeren heranreicht. Diese aromatische Note macht sie insbesondere bei Kindern beliebt und empfiehlt die Sorte vor allem als Naschgarten-Kandidatin. Die Früchte lassen sich direkt verzehren oder zu leichten Desserts, Saft und sogar Rosinen weiterverarbeiten. Auch für die Herstellung milder Weine ist diese Weintraubensorte verwendbar. Neben ihrer Funktion als Fruchtlieferant erfüllt die Weintraube ‚Himrod‘ auch eine dekorative Rolle als lebendiges Gartengestaltungselement. Ob an Pergolen, Zäunen, Spalieren oder Fassaden – überall dort, wo Sichtschutz, Schattenwurf oder eine verschönernde Hochbegrünung gewünscht ist, entwickelt sich diese Rebensorte zu einer imposanten Erscheinung. Ihr dichter Wuchs macht sie zudem zu einem geschätzten Gestaltungsfaktor auf Terrassen, in Obstgärten oder zu einem attraktiven Blickfang im Kübel, für den sie in deutlich geringerer Größe zu halten ist.
Damit sich die Weintraube ‚Himrod‘ optimal entwickelt, empfiehlt sich ein sonniger, möglichst geschützter Standort, der auch Wärme bietet. In Bezug auf den Boden zeigt sich die Sorte genügsam, bevorzugt jedoch humose, durchlässige und nährstoffreiche Substrate mit frischer bis feuchter Grundkonsistenz. Ideal erweisen sich sandig-lehmige Mischböden, da sie eine gute Wasserspeicherung mit einer zugleich lockeren Struktur vereinen. Wichtig ist die Vermeidung von Staunässe, vor allem bei der Kübelkopfkultur, wofür sich eine Drainageschicht aus Blähton oder grobem Kies als hilfreich erweist. Die frostfeste Rebe, (bot.) Vitis vinifera ‚Himrod‘, trotzt Wintertemperaturen bis rund -20 °C, profitiert aber in raueren Lagen oder bei Gefäßpflanzung von einem leichten Winterschutz – insbesondere in den ersten Jahren nach dem Einpflanzen. Mit Blick auf die Pflegemaßnahmen empfiehlt sich eine regelmäßige Düngergabe im späten Winter, um das Austriebverhalten positiv zu beeinflussen. Gleichzeitig sollte ein gezielter Rückschnitt erfolgen, bei dem überlange Triebe auf wenige Knospen einzukürzen und das Altholz auszulichten ist. Diese Maßnahme sorgt für stabile Triebe und steigert die Fruchtmenge sowie -qualität. Die insgesamt gute Schnittverträglichkeit dieser Sorte ermöglicht dabei ein flexibles Reagieren auf räumliche Gegebenheiten, sodass sich die Weintraube ‚Himrod‘ gleichermaßen für große Gartenanlagen wie auch für begrenzte Flächen in urbaner Umgebung eignet – und wie bereits erwähnt, als Kübelpflanze für Balkone oder Terrassen, wo sie bei entsprechender Pflege ihre volle Wuchskraft entfaltet und damit in jeder Form einen sommerlichen Mehrwert bietet – optisch wie kulinarisch.