- winterhart
- reinweiße Blüten
- pflegeleicht, robust
- mehrjährig, für Kübel geeignet
- blühfreudig, insektenfreundlich
Wuchs
| Als Kübelpflanze geeignet |
|
| Wuchs |
kompakt, kegelförmig, rundlich, gut verzweigt, dicht |
| Wuchsbreite |
100 – 150 cm |
| Wuchsgeschwindigkeit |
10 – 20 cm/Jahr |
| Wuchshöhe |
100 – 150 cm |
Blüte
| Blüte |
einfach |
| Blütenfarbe |
reinweiß |
| Blütengröße |
mittel (5-10cm) |
| Blütentage |
15.05. – 05.06. |
| Blütezeit |
Mitte Mai – Anfang Juni |
Blatt
| Blatt |
lanzettlich bis oval, zugespitzt, ganzrandig |
| Herbstfärbung |
nein |
| Laub |
immergrün |
| Laubfarbe |
dunkelgrün samtig, Unterseite dicht rotbraun befilzt |
Sonstige
| Besonderheiten |
kompakter Wuchs, samtige, dunkelgrüne Blätter, immergrün, üppige Blütenpracht |
| Boden |
humos, sauer, locker, feucht |
| Jahrgang |
1978 |
| Nahrung für Insekten |
|
| Standort |
Halbschatten bis Schatten |
| Verwendung |
Einzelstellung, Gruppen, Hecke, Moorbeet, Schattenbeet, Kübel |
| Wurzelsystem |
Flachwurzler |
| Züchter |
Henning Petersen |
Der Rhododendron ‚Volce‘ ist ein kompakter, immergrüner Strauch mit samtigen, dunkelgrünen Blättern und einer üppigen Pracht reinweißer Blütendolden. Er gehört zur Familie der Heidekrautgewächse (Ericaceae) und wurde um 1978 von Henning Petersen als Selektion der Wildart R. bureavii aus den Hochlagen von Sichuan und Yunnan in China gezüchtet. Im kompakten, kegelförmig-rundlichen Wuchs legt ‚Volce‘ jährlich nur 10 bis 20 cm an Stamm- und Triebmasse zu, bis er eine Endhöhe von 100 bis 150 cm erreicht. Die immergrünen Blätter sind lanzettlich bis oval geformt, ganzrandig und zugespitzt sowie in sattem Dunkelgrün gehalten. Neue Blatttriebe erscheinen im Frühling mit einem zarten rosa Indumentum, während die Unterseiten der ausgewachsenen Blätter dicht rostbraun befilzt sind. Ein Merkmal, das bot. Rhododendron bureavii ‚Volce‘ vor Feuchtigkeitsverlust schützt und ihm eine einzigartige Textur verleiht. Ab Mitte Mai bis Anfang Juni öffnen sich an den kräftigen, gut verzweigten Zweigen zahlreiche trichterförmige Blüten. Sie zeigen im Knospenstadium ein zartes Rosa und strahlen beim Aufblühen in reinem Weiß. Jede Dolde besteht aus 8 bis 12 Blüten, deren Kelchblätter 4 bis 5 cm breit werden. Im Inneren funkeln goldene Staubfäden. Nach der Blütezeit ziehen sich die Knospen zurück und das immergrüne Laub bildet einen dichten Untergrund. Für eine ideale Blatt- und Blütenentwicklung empfiehlt sich für den Rhododendron ‚Volce‘ ein Standort von Halbschatten bis Schatten an geschützten Plätzen, etwa unter hohen Laubbäumen oder an lichtdurchfluteten Gehölzrändern. Der Boden sollte humos, locker, leicht sauer und gleichmäßig feucht, aber gut durchlässig sein. Staunässe gilt es unbedingt zu vermeiden, da nasse, verdichtete Untergründe die empfindlichen Rhododendronwurzeln schädigen können.
Als Solitär bildet der Rhododendron ‚Volce‘ in schattigen Gartenbereichen einen eleganten Blickpunkt. Gepflanzt in Gruppen von 1 bis 2 Pflanzen pro Quadratmeter entstehen üppige Blüteninseln, die in Rabatten, Moor- und Schattenbeeten bis in den Frühsommer hinein leuchten. Als niedrige, immergrüne Hecke entlang von Gehwegen oder Grundstücksgrenzen sorgt (bot.) Rhododendron bureavii ‚Volce‘ das ganze Jahr über für Struktur und Farbtiefe. In Kübeln auf Terrasse und Balkon entfaltet er seine Pracht besonders eindrucksvoll, wenn er mit säureliebenden Begleitpflanzen wie Azaleen kombiniert wird. In gemischten Gehölzrabatten harmoniert der Strauch mit Farnen, Funkien und Astilben, deren filigranes Laub die kräftigen weißen Blüten kontrastiert und Texturvielfalt schafft. Neben ästhetischen Akzenten erfüllt ‚Volce‘ eine ökologische Funktion als wertvolle Bienen- und Schwebfliegenweide. Die Pflege dieses Wildhybriden ist unkompliziert und ideal für Gartenprofis wie Einsteiger. Unmittelbar nach der Blüte werden verblühte Dolden entnommen, um die Pflanzenkraft nicht in die Samenkapselbildung zu verlieren und die Bildung frischer Austriebe zu fördern. Ein leichter Rückschnitt im Spätwinter oder im zeitigen Frühjahr, reicht aus, um eine kompakte Struktur zu bewahren. Eine Mulchschicht aus saurem Rindenhumus oder Kompost hält den Boden kühl und feucht, ohne die Wurzeln zu vernässen. Im April empfiehlt sich eine einmalige Gabe organischen Langzeitdüngers, etwa Rhododendrondünger, um Blatt- und Blütenbildung zu unterstützen. Während längerer Trockenperioden genügt eine gründliche, aber sparsame Bewässerung. Dank seiner Winterhärte bis -23 °C übersteht der Rhododendron ‚Volce‘ kalte Monate unbeschadet und erfreut im Mai erneut mit einer weißen Blütenpoesie.