- reinweiße Blüten
- gut winterhart
- insektenfreundlich
- attraktiver Winterblüher
- auch für Kübel geeignet
Wuchs
| Als Kübelpflanze geeignet |
|
| Wuchs |
stark verzweigter Halbstrauch, buschig, aufrecht, dicht, polsterbildend, kriechend, überhängend |
| Wuchsbreite |
30 – 40 cm |
| Wuchshöhe |
10 – 25 cm |
Blüte
| Blüte |
einfach |
| Blütenfarbe |
hellrosa bis rosaviolett |
| Blütenform |
ballförmig |
| Blütengröße |
klein (< 5cm) |
| Blütezeit |
April – Juni |
Frucht
| Frucht |
unscheinbare Nüsschen |
Blatt
| Blatt |
klein, eiförmig, zugespitzt, ganzrandig |
| Laub |
immergrün |
| Laubfarbe |
hell- bis dunkelgrün |
Sonstige
| Besonderheiten |
immergrün, bodendeckend, duftend, winterhart |
| Boden |
trocken, durchlässig, humus- und nährstoffarm, kalkhaltig, sandig bis kiesig, stickstoffarm |
| Nahrung für Insekten |
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| Pflanzenbedarf |
9 – 12 Pflanzen pro m² |
| Standort |
Sonne |
| Verwendung |
Einzelstellung, Rabatte, Beete, Gruppen, Pflanzgefäße, Kräuter- und Gewürzgarten, Dachbegrünung, Steingarten, Insektenweiden |
Der Thymian stammt aus den sonnenverwöhnten Regionen Südeuropas, wo er von den Hügeln Italiens bis zu den felsigen Hängen des Balkans und Kleinasiens zu finden ist. Diese Ausführung ist ein immergrüner, stark verzweigter Halbstrauch, dessen Triebe teils aufrecht, teils kriechend wachsen und rasch dichte, flächige Polster bilden sowie mitunter verholzente Triebe aufweisen. Mit einer Höhe von etwa 10 bis 25 cm bleibt er niedrig, weitet sich jedoch mit bis zu 40 cm beachtlich in die Breite aus. Seine zahlreichen Seitentriebe legen sich dicht über den Boden oder hängen über Kanten, wodurch der Eindruck eines sanft fließenden Teppichs entsteht. Die kleinen, eiförmigen Blätter sind edel glänzend, hell- bis dunkelgrün und ganzrandig, ihre Spitzen zart zugespitzt. Sie enthalten ätherische Öle, die bei jeder Berührung einen intensiven, würzig-frischen Duft verströmen – ein Markenzeichen, das (bot.) Thymus longicaulis unverwechselbar macht. Im Frühjahr, meist ab April, erscheinen unzählige kleine, kugel-/ballförmige Blüten an doldenartigen Blütenstände in zartem Hellrosa bis Rosaviolett, die bis in den Juni hinein Bienen und andere Insekten anlocken. Die Blüten sind einfach gebaut, dafür aber reich an Nektar, wodurch diese Thymianart eine begehrte Nahrungsquelle und bedeutend für den Artennschutz von Insekten ist, sobald die ersten warmen Frühlingstage beginnen. Der zarte Flor steht im reizvollen Kontrast zum dichten grünen Polster und schenkt selbst steinigen Gartenpartien einen Hauch von Leichtigkeit. Aufgrund seiner aromatischen Blätter wird dieser Thymian auch als Würz- und Heilpflanze geschätzt. Sein Aroma ist fein und würzig, weniger streng als das des Echten Thymians (Thymus vulgaris), wodurch er sich gut zum Verfeinern mediterraner Gerichte eignet.
Dieser Thymian besiedelt hauptsächlich lichte Trockenrasen, Magerrasen, Felsheiden und kurzrasige Almmatten, oft in Höhenlagen, in denen nur noch genügsame Pflanzen gedeihen. Seine bevorzugten Standorte sind vollsonnig, windoffen und trocken. Die Böden, die diese Pflanze bevorzugt, sind stickstoff-, humus- sowie nährstoffarm, dafür aber kalkreich und zuverlässig durchlässig. Häufig handelt es sich um sandig-kiesige Rohböden mit geringer Wasserhaltefähigkeit. Diese kargen Bedingungen machen ihm nichts aus – im Gegenteil, denn hier zeigt die Art ihre ganze Anpassungskraft. Auf flachgründigen Hängen, zwischen Felsen und in Spalten sowie selbst an Schrächdächern, in denen sich kaum etwas anderes hält, verankert sich (bot.) Thymus longicaulis mit einem feinen Wurzelwerk und trotzt selbst intensiver Sonneneinstrahlung und sommerlicher Trockenheit. Auch in höher gelegenen Regionen, wo der Wind unablässig über den Boden streicht und Regen schnell abläuft, behauptet sich diese robuste Pflanzenart mühelos. Der natürlichee Lebensraum verrät bereits, weshalb Hobbygärtner diesen Thymian so schätzen: Sie steht sinnbildlich für mediterrane Genügsamkeit und den Duft südlicher Wärme, welche nicht nur in heimischen Rabatten und Beeten, und Rasenflächen gleichermaßen für eine Wohlfühloase sorgen wie in Ampel und Kübeln auf Terrassen und Balkonen.
Der Thymian ist von Natur aus äußerst genügsam und benötigt kaum Pflege. Ein Rückschnitt nach der Blüte fördert die Verzweigung und hält die Polster kompakt. Eine Düngung ist überflüssig, sie regt nur das Wachstum auf Kosten des Aromas an. Selbst in mageren Substraten gedeiht er zuverlässig, sofern die Wurzeln nicht im Wasser stehen. Ein moderates Gießen ist deshalb erst erforderlich, wenn der Boden vollständig auszutrocknen droht. Winternässe ist für ihn problematischer als Kälte, die er dank seiner guten Frosthärte bis circa -20 °C in der Regel ohne nennenswerte Erfrierungsschäden übersteht. Im Kübel stellt man diesen Thymian deshalb über die Wintersaison vorsichtshalber an einen geschützten Standort.