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Artikelnummer: SK0037682-DE20260612-144801 Kategorie:
  • insektenfreundlich
  • winterhart
  • lange Blütezeit
  • pflegeleicht, robust
  • polsterbildender Wuchs

Wuchs

Als Kübelpflanze geeignet
Wuchs kompakt, locker-horstig, buschig, aufrecht, dicht, flachwüchsig, polsterbildend, bodendeckend, ausdauernd, krautig
Wuchsbreite 15 – 25 cm
Wuchshöhe 15 – 30 cm

Blüte

Blüte einfach
Blütenfarbe gelb bis goldgelb, teilweise rötlich-orangefarbenem Einschlag
Blütengröße mittel (5-10cm)
Blütezeit Mai – September

Frucht

Frucht unscheinbare Hülsenfrüchte
Fruchtschmuck nein

Blatt

Blatt verkehrt eiförmig bis keilförmig, 2- bis 5-fach gefiedert, ganzrandig, teilweise bewimperter Rand
Laub laubabwerfend
Laubfarbe dunkelgrün, Unterseite bläulich-grün

Sonstige

Besonderheiten polsterbildend, blütenreich, Futterpflanze für Nutzinsekten, Bodenverbesserer, winterhart
Boden mäßig trocken bis frisch, durchlässig, humos, leicht nährstoffhaltig, kalkig, gern sandig-lehmig, schwach sauer bis neutral
Bodendeckend
Nahrung für Insekten
Pflanzenbedarf 12 – 15 Pflanzen pro m²
Standort Sonne
Verwendung Einzelstellung, Rabatte, Beete, Gruppen, Grabgestaltung, Steinanlagen, Wildgärten, Bienenweiden, Pflanzgefäße, Schnittblume

Der Hornklee zählt zu den ausdauernden Wildstauden und zeichnet sich durch seinen kompakten Wuchs, einer leuchtenden Blühfreude und einem hohen Nutzen für die Natur aus. Seine niederliegenden sowie leicht aufsteigenden Stängel breiten sich flach aus und bilden dichte Polster, die sich über den Boden legen. Diese Eigenschaft verschafft ihm einen attraktiven Teppichcharakter und hemmt zugleich die Entwicklung unerwünschter Unkräuter. Mit einer Höhe von 15 bis 30 cm bleibt er niedrig, während sich seine Horste auf einer Breite von 15 bis 25 cm verdichten. Das Erscheinungsbild ergänzen die charakteristischen Blätter: verkehrt eiförmig bis keilförmig, zwei- bis fünfzählig gefiedert und am Rand teilweise bewimpert. Sie zeigen ein sattes Dunkelgrün mit leicht bläulichem Unterton auf der Unterseite, wodurch eine interessante Farbwirkung entsteht, die besonders in der Sonne zur Geltung kommt. Von Mai bis September treten seine Blüten hervor, die doldenförmig angeordnet und einfach gebaut sind. Mit ihrer goldgelben bis intensiv gelben Färbung, je nach Sorte mit einem rötlich-orangen Einschlag versehen, setzen sie strahlende Akzente. Die Schmetterlingsblüten erscheinen in mittlerer Größe und bleiben über viele Monate hinweg erhalten, was den Eindruck von Fülle und farbiger Präsenz verstärkt. Ihr Nektar ist reichhaltig und gilt als besonders wertvoll für Wildbienen, Schmetterlinge und Käfer. Mehr als sechzig Wildbienenarten nutzen die Pollen dieser Klee-Art, während sein hoher Zuckergehalt in der Nektarproduktion ihn zu einer stabilen Energiequelle macht. Damit spielt der Hornklee auch eine Schlüsselrolle im ökologischen Gefüge, indem er Insekten über eine lange Saison hinweg ernährt.

Die Verwendungsmöglichkeiten dieser Staude sind breit gefächert und zeigen, wie flexibel der Hornklee in ganz unterschiedlichen Pflanzkonzepten einsetzbar ist. Ob in naturnahen Wildgärten als klassisches Element einer Bienenweide – im Steingarten als Highlight durch ein lebhaftes Farbspiel – auf Gräbern mit seinen pflegeleichten, bodendeckenden und trockenheitsverträglichen Eigenschaften – im Kübel für die Veredelung von Balkonen und Terrassen – als Schnittblume für kleine Sträuße mit sommerlicher Ausstrahlung – (bot.) Lotus corniculatus kennt kaum Grenzen in der Verwendbarkeit. Darüber hinaus dient diese Niedrigstaude als wichtiger Bodenverbesserer: Durch Knöllchenbakterien bindet sie Stickstoff und reichert das Erdreich mit Nährstoffen an, was besonders in Mischpflanzungen von Vorteil ist. Auch als Futterpflanze für Nutztiere besitzt der Hornklee eine lange Tradition und steht in extensiv genutzten Wiesen als wertvolles Grünfutter zur Verfügung. Mit diesem breiten Spektrum reicht seine Verwendung vom ökologischen Beitrag über dekorative Aspekte bis hin zur funktionalen Rolle im Gartenbau.

Damit der bis zu zwanzig Jahre alt werdende Hornklee in diesen unterschiedlichen Einsatzbereichen seine volle Wirkung entfaltet, sind bestimmte Standort- und Pflegebedingungen entscheidend. Er verlangt sonnige Plätze, da Wärme und Licht zur Ausbildung und Haltbarkeit seiner Blüten essenziell sind. Besonders zuträglich sind nährstoffreiche Böden, die frisch bis leicht trocken bleiben und Kalk beinhalten. Besonders geeignet sind sandig-lehmige Untergründe, die über genügend Humus verfügen und eine gute Wasserführung erlauben, ohne Staunässe zu verursachen. Mit seiner tief reichenden Pfahlwurzel erschließt (bot.) Lotus corniculatus auch tieferliegende Bodenschichten bis zu 100 cm. Dadurch bleibt er selbst in Trockenphasen frisch, wodurch er sich hervorragend für Standorte eignet, an denen zahlreiche andere Stauden eingehen. Anders als bei vielen anderen Klee-Arten, beweist dieses Juwel eine Frosthärte bis -28 °C, was ihn in nahezu allen Regionen Mitteleuropas überwintern lässt. Überwintert derhell und frostfrei, aber kühl, besteht die Chance einer wintergrünen Belaubung. Des Weiteren sind einige Pflegemaßnahmen unerlässlich, damit sich der Hornklee nachhaltig entwickeln kann. So empfiehlt es sich, gelegentlich im Frühjahr einen Langzeitdünger auszubringen, der die Nährstoffverfügbarkeit im Boden unterstützt. Auch ein Gießen ist unumgänglich bei längeren Trockenperioden. Hierbei gilt: selten gießen, dafür aber durchdringend, um das Gießwasser bis in tiefere Schichten gelangen zu lassen. Auf diese Weise steigert man die Trockenverträglichkeit zusätzlich. Bei übermäßigem Wuchs oder wenn die Triebe in Nachbarflächen hineinragen, sind diese im Herbst einzukürzen. Eine komplette Entfernung abgeblühter Stängel sorgt für ein gepflegteres Bild und regt den Neuaustrieb an, damit dieses Schmuckstück jedes Jahr aufs Neue einen beeindruckenden Wuchs erzeugt. Abschließender Tipp: Die Blüten und Blätter sind für den Verzehr geeignet und besonders beliebt als Zutaten in Salaten.