- gut winterhart
- immergrün
- insekten- und vogelfreundlich
- Beste Neuheit 2006
- sehr anpassungsfähig
Wuchs
| Wuchs |
kompakte Sorte, großstrauchig, gut verzweigt, buschig, aufrecht, dicht belaubt |
| Wuchsbreite |
400 – 700 cm |
| Wuchsgeschwindigkeit |
20 – 40 cm/Jahr |
| Wuchshöhe |
600 – 1000 cm |
Blüte
| Blüte |
unscheinbar |
| Blütenfarbe |
goldgelb |
| Blütengröße |
klein (< 5cm) |
| Blütezeit |
Mai – Juni |
Frucht
| Frucht |
selten grüne bis braune Eicheln |
Blatt
| Blatt |
elliptisch bis verkehrt-eiförmig, zugespitzt, gezähnt, teils stark gewellt bis runzelig, ledrig, bis 20 cm lang |
| Laub |
immergrün |
| Laubfarbe |
dunkelgrün, glänzend, roter Austrieb |
Sonstige
| Besonderheiten |
Seltenheit, prämierte Sorte, immergrün, für Extremregionen geeignet, gut kälteverträglich |
| Boden |
tiefgründig, trocken bis nass, durchlässig, normal, humos, nährstoffreich, gern sandig-lehmig |
| Nahrung für Insekten |
|
| Standort |
Sonne bis Halbschatten |
| Verwendung |
Einzelstellung, Haus- und Stadtgärten, Parkanlagen |
| Wurzelsystem |
Tiefwurzler |
| Züchter |
David Bömer (NL) |
Die Immergrüne Eiche ‚Maya‘ ist eine prämierte und außergewöhnlich robuste Sorte mit kompakter Statur und eindrucksvoller Widerstandskraft. Als großstrauchige Selektion entwickelt sie sich gut verzweigt, buschig und aufrecht, dabei dicht belaubt und von bemerkenswerter Geschlossenheit mit bis zu 1000 cm Höhe und bis 700 cm Kronenbreite. Ihre Krone wirkt harmonisch umrissen und kompakt, wodurch sie sowohl in Einzelstellung als auch in strukturierten Anlagen eine kraftvolle Rolle übernimmt. Das Laub prägt ihren Charakter maßgeblich. Die elliptischen bis verkehrt-eiförmigen Blätter laufen zugespitzt aus und tragen eine gezähnte Kontur. Teilweise erscheinen sie deutlich gewellt oder sogar runzelig, was dem Erscheinungsbild Tiefe und Bewegung sowie der Sorte die Zusatzbezeichnung „Runzelblättrige Eiche“ verleiht. Mit einer Länge von bis zu 20 cm besitzen die Blätter Substanz; ihre ledrige Beschaffenheit unterstreicht die enorme Widerstandsfähigkeit dieser Sorte. Der Austrieb erfolgt in einem auffälligen Rotton, der einen spannungsvollen Kontrast zum späteren dunkelgrünen, glänzenden Sommerkleid setzt. In milden Wintern begeistert (bot.) Quercus rhysophylla ‚Maya‘ mit einem immergrünen Laub. In sehr kalten verhält sich das Laub wintergrün. Unscheinbare Blüten treten von Mai bis Juni ins Bild. Dabei handelt es sich um kleine, goldgelbe Kätzchen, die an hängenden und ährenförmigen Blütenständen Bewegung ins Geschehen bringen. Wenngleich sie kaum wahrnehmbar sind, sind sie für Nutzinsekten als Nahrungselement bedeutend. Als Futterpflanze unterstützt diese Eiche darüber hinaus auch andere Tierarten und integriert sich damit harmonisch in naturnahe Konzepte. Die Fruchtbildung tritt selten auf; wenn sich die Eicheln entwickeln, zeigen sie sich grün bis braun und ergänzen das Futterangebot für Eichhörnchen & Co. In der Verwendung beweist die Sorte große Vielseitigkeit. Als Solitär entfaltet sie ihre kompakte Silhouette besonders eindrucksvoll und setzt markante Akzente in Haus- und Stadtgärten. Auch in Parkanlagen übernimmt sie eine imposant-edle Rolle. Dank ihrer Streusalztoleranz empfiehlt sie sich zudem für urban geprägte Standorte, an denen andere Gehölze an Grenzen stoßen. Ihre enorme Robustheit, die hohe Anpassungsfähigkeit und die Eignung für Extremlagen machen die Immergrüne Eiche ‚Maya‘ zu einem idealen Klimabaum, der auch unter anspruchsvollen Bedingungen Beständigkeit beweist. 2006 erhielt diese Rarität auf der Fachmesse Groot Groen in Zundert die Auszeichnung „Beste Neuheit“ – eine Würdigung, die ihre besondere Qualität untermauert.
Der bevorzugte Standort liegt in sonnigen bis halbschattigen Lagen. Dort wächst die Immergrüne Eiche ‚Maya‘ am optimalsten zu einem standfesten Gehölz mit dichter Belaubung und stabiler Verzweigung heran. Der Boden sollte tiefgründige, normale bis humose sowie nährstoffreiche Eigenschaften aufweisen. Bei ihrem Feuchtigkeitsanspruch präsentiert sie sich flexibel, denn dieser reicht von trocken bis nass. Wichtig ist dafür eine gute Bodendurchlässigkeit und im Idealfall sandig-lehmige Mischungen, um Feuchtigkeitsspeicherung und Wasserabfluss in idealer Balance zu halten. In der Pflege zeigt sich (bot.) Quercus rhysophylla ‚Maya‘ erfreulich unkompliziert. Nach dem Anwachsen kommt sie mit zeitweiliger Trockenheit ebenso zurecht wie mit feuchteren Phasen. Ein Gießen steht damit seltener auf der To-do-Liste. Ein Rückschnitt bleibt in der Regel auf formgebende Maßnahmen beschränkt, falls die Silhouette einer Nachjustierung bedarf. Dank ihrer dichten Verzweigung entsteht von Natur aus eine formschöne, dichte Krone, die kaum korrigierende Eingriffe verlangt. Ihre ausgeprägte Kälteverträglichkeit macht sie auch für Regionen interessant, in denen strenge Winter bis zu Temperaturen von ungefähr -24 °C auftreten. Durch ihre Kombination aus kompakter Größe, widerstandsfähigem Laub, ökologischer Bedeutung und ausgezeichneter Robustheit etabliert sich die Immergrüne Eiche ‚Maya‘ als außergewöhnliche Bereicherung für vielfältige Gestaltungsansätze. Sie vereint Seltenheitswert mit Anpassungsstärke und bringt selbst unter anspruchsvollen Bedingungen Stabilität und Charakter in jedes Pflanzkonzept.